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IGNITE 2027: Anmeldung geöffnet, 10 % Frühbucherrabatt bis zum 15. November

Sind Sie Inno­va­ti­ons­lei­ter an einer Uni­ver­si­tät, einer öffent­li­chen Ein­rich­tung oder einem Tech­no­lo­gie-Hub? Sei­en Sie im März in Mün­chen bei unse­rem TUMint-Flagg­schiff-Füh­rungs­kräf­te­trai­ning zur Kata­ly­se von Inno­va­ti­ons­öko­sys­te­men dabei!

Anmel­dung

Bei Fra­gen oder Inter­es­se am Pro­gramm wen­den Sie sich bit­te per E‑Mail an das TUMint-Team unter academy@tum-international.com. Anmel­dun­gen vor dem 15. Novem­ber erhal­ten 10 % Rabatt.

Ler­nen von innen her­aus: War­um TUM Inter­na­tio­nal Inno­va­ti­ons­füh­rer nach Mün­chen holt

Im März 2027 öff­net TUM Inter­na­tio­nal das Münch­ner Inno­va­ti­ons­öko­sys­tem für eine Grup­pe von Füh­rungs­kräf­ten aus Uni­ver­si­tä­ten, Unter­neh­men und öffent­li­chen Insti­tu­tio­nen. Das Flagg­schiff-Pro­gramm für Füh­rungs­kräf­te, IGNITE, geht von einer ein­fa­chen Beob­ach­tung aus: Öko­sys­te­me las­sen sich viel leich­ter bewun­dern als auf­bau­en.

In der Fred­die-Mer­cu­ry-Stra­ße im Münch­ner Krea­tiv­quar­tier steht ein fünf­stö­cki­ges Gebäu­de, das die Stadt Mün­chen und Unter­neh­mer­TUM im Juni 2021 als Munich Urban Colab eröff­net haben. Auf einer Eta­ge arbei­ten Grün­dungs­teams, auf einer ande­ren tes­ten städ­ti­sche Refe­ra­te Smart-City-Ideen, und Unter­neh­mens­part­ner buchen Räu­me für Work­shops mit Start-ups. Auch TUM Inter­na­tio­nal hat hier sei­ne Büros. Für vie­le inter­na­tio­na­le Besu­che­rin­nen und Besu­cher ist die­ses Gebäu­de der ers­te Ort, an dem die abs­trak­te Idee eines Inno­va­ti­ons­öko­sys­tems eine phy­si­sche Gestalt annimmt.

Die­se Besu­cher kom­men in der Regel mit den­sel­ben Fra­gen. Wie wur­de eine öffent­li­che tech­ni­sche Uni­ver­si­tät zu einer der pro­duk­tivs­ten Quel­len für Start-ups in Euro­pa? Wer hat wel­che Ent­schei­dun­gen getrof­fen, und in wel­cher Rei­hen­fol­ge? Und könn­te etwas davon auch im eige­nen Land funk­tio­nie­ren? IGNITE, ein drei­tä­gi­ges Exe­cu­ti­ve-Pro­gramm vom 15. bis 17. März 2027, ist der Ver­such von TUM Inter­na­tio­nal, die­se Fra­gen ein­ge­hend zu beant­wor­ten, gemein­sam mit den Men­schen, die dar­an betei­ligt waren.

Ein Kon­zept, das leicht zu benen­nen und schwer umzu­set­zen ist

Nur weni­ge Begrif­fe tau­chen in Inno­va­ti­ons­stra­te­gien so häu­fig auf wie „Öko­sys­tem“, und nur weni­ge wer­den so unscharf ver­wen­det. In einem viel zitier­ten kon­zep­tio­nel­len Über­blick schla­gen Ove Gran­strand und Mar­cus Hol­gers­son (2020) eine enge­re Defi­ni­ti­on vor: Ein Inno­va­ti­ons­öko­sys­tem ist die sich ent­wi­ckeln­de Gesamt­heit von Akteu­ren, Akti­vi­tä­ten und Arte­fak­ten sowie der Insti­tu­tio­nen und Bezie­hun­gen zwi­schen ihnen, die für die Inno­va­ti­ons­leis­tung eines Akteurs oder einer Grup­pe von Akteu­ren von Bedeu­tung sind. Der Wert die­ser Defi­ni­ti­on liegt dar­in, wor­auf sie die Auf­merk­sam­keit lenkt: Sie blickt über ein­zel­ne Orga­ni­sa­tio­nen hin­aus auf die Ver­bin­dun­gen, die sie mit­ein­an­der ver­knüp­fen.

Die­se Per­spek­ti­ve hat in der For­schung zu Uni­ver­si­tä­ten und Indus­trie eine län­ge­re Geschich­te. Das Tri­ple-Helix-Modell, das von Hen­ry Etz­ko­witz und Loet Ley­des­dorff (2000) ent­wi­ckelt wur­de, beschreibt Inno­va­ti­on als Pro­dukt der Inter­ak­ti­on zwi­schen Uni­ver­si­tä­ten, Indus­trie und Staat, wobei jeder die­ser Akteu­re teil­wei­se Rol­len über­nimmt, die tra­di­tio­nell von den ande­ren aus­ge­übt wur­den. Zwei Jah­re zuvor hat­te Bur­ton Clark fünf euro­päi­sche Uni­ver­si­tä­ten unter­sucht, die sich in den 1980er- und 1990er-Jah­ren neu erfun­den hat­ten, dar­un­ter War­wick und Chal­mers. Sein Fazit war, dass Ver­än­de­rung sel­ten aus einer ein­zel­nen Initia­ti­ve her­vor­ging. Sie erfor­der­te einen gestärk­ten Steue­rungs­kern, eine wach­sen­de Peri­phe­rie von Ein­hei­ten, die mit exter­nen Part­nern zusam­men­ar­bei­ten, eine brei­te­re Finan­zie­rungs­ba­sis, aka­de­mi­sche Fach­be­rei­che, die bereit waren mit­zu­wir­ken, und eine Kul­tur, die die­se Ele­men­te zusam­men­hielt

Mün­chen als Fall­bei­spiel

Mün­chen bie­tet eine unge­wöhn­li­che Gele­gen­heit, die­se Dyna­mi­ken aus nächs­ter Nähe zu beob­ach­ten. Die TUM bezeich­net sich seit Jah­ren als „The Entre­pre­neu­ri­al Uni­ver­si­ty“. Die Unter­neh­mer­TUM, 2002 von der Unter­neh­me­rin Susan­ne Klat­ten in enger Part­ner­schaft mit der Uni­ver­si­tät gegrün­det, beglei­tet Grün­dungs­teams von der ers­ten Idee bis zum Markt­ein­tritt. Ven­ture Labs, die sich an bestimm­ten Tech­no­lo­gie­fel­dern ori­en­tie­ren, brin­gen For­schen­de, Grün­de­rin­nen und Grün­der sowie Indus­trie­part­ner zusam­men. Nach Anga­ben der TUM und ihrer Part­ner sind aus der Uni­ver­si­tät mehr als 1.100 Start-ups her­vor­ge­gan­gen, mit einer addier­ten Bewer­tung von über 10 Mil­li­ar­den Euro. Glo­ba­le Unter­neh­men, eine Lan­des­re­gie­rung, die in künst­li­che Intel­li­genz und Deep Tech inves­tiert, sowie Stif­tun­gen mit lan­gen Zeit­ho­ri­zon­ten ver­voll­stän­di­gen das Umfeld.

Ein sol­ches Sys­tem zu beschrei­ben ist erheb­lich ein­fa­cher, als es nach­zu­bil­den. Rechts­rah­men, För­der­kul­tu­ren und regio­na­le Geschich­ten unter­schei­den sich, und eine Rege­lung, die in Bay­ern funk­tio­niert, kann anders­wo ins Sto­cken gera­ten. Dies ist der Aus­gangs­punkt für die Kon­zep­ti­on von IGNITE. Das Pro­gramm stellt Mün­chen als einen Fall dar, der unter­sucht wer­den soll, und nicht als eine Vor­la­ge, die ein­fach über­nom­men wer­den kann – ein­schließ­lich der Ent­schei­dun­gen, die Jah­re gedau­ert haben, und der Fra­gen, die wei­ter­hin offen sind.

Von ein­zel­nen Besu­chen zu einem Pro­gramm

Die TUM Inter­na­tio­nal GmbH wur­de 2007 als hun­dert­pro­zen­ti­ge Toch­ter­ge­sell­schaft der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen gegrün­det. Gemein­sam mit Part­nern welt­weit arbei­tet sie an der Ent­wick­lung von Uni­ver­si­täts­stand­or­ten, am Wis­sens- und Tech­no­lo­gie­trans­fer, an der Beschleu­ni­gung von Inno­va­ti­ons­öko­sys­te­men sowie am Talent­ma­nage­ment. In die­sen Pro­jek­ten kehrt immer wie­der ein Wunsch wie­der: Part­ner möch­ten das Münch­ner Öko­sys­tem selbst ken­nen­ler­nen und mit den Men­schen spre­chen, die es gestal­ten. Bis­her wur­den sol­che Besu­che ein­zeln orga­ni­siert. IGNITE bün­delt sie in einem struk­tu­rier­ten Pro­gramm mit einer Kohor­te, einem Cur­ri­cu­lum und einem klar defi­nier­ten Ergeb­nis.

Die drei Tage fol­gen einer bewusst gewähl­ten Abfol­ge. Der ers­te Tag wid­met sich dem Münch­ner Modell selbst: wie es gesteu­ert wird, wo die Anrei­ze lie­gen und wie die Stra­te­gie fest­ge­legt wird. Der zwei­te Tag befasst sich mit den Ver­bin­dun­gen zwi­schen Wis­sen­schaft und Indus­trie, mit dem Besuch eines Unter­neh­mens­stand­orts, einer Ses­si­on mit der Baye­ri­schen KI-Agen­tur sowie prak­ti­scher Arbeit zu Tech­no­lo­gie­trans­fer und geis­ti­gem Eigen­tum. Am drit­ten Tag rich­ten die Teil­neh­men­den den Blick auf ihre eige­nen Insti­tu­tio­nen. In einem Action Lab ent­wi­ckelt jede und jeder von ihnen eine Road­map, stellt sie der Kohor­te zur Dis­kus­si­on und Kri­tik vor und ver­pflich­tet sich zu kon­kre­ten ers­ten Schrit­ten.

Die Bei­trä­ge spie­geln die Brei­te des Öko­sys­tems wider. Zu den Bei­tra­gen­den zäh­len Prof. Dr. Hel­mut Schö­nen­ber­ger von Unter­neh­mer­TUM; Prof. Dr. Ger­hard Kra­mer und Prof. Dr. Isa­bell Wel­pe von der TUM; Prof. Dr. Gun­ther Friedl von der Die­ter Schwarz Stif­tung; Dr. Micha­el Klim­ke von der Baye­ri­schen KI-Agen­tur; der Grün­der Tho­mas Kirch­ner, des­sen Unter­neh­men Pro­Glove und YETI aus dem TUM-Öko­sys­tem her­vor­ge­gan­gen sind; sowie Frie­de­ri­ke Het­tin­ger, Geschäfts­füh­re­rin von TUM Inter­na­tio­nal.

War­um die Zusam­men­set­zung der Teil­neh­mer wich­tig ist

IGNITE rich­tet sich an Vize­prä­si­den­tin­nen und Vize­prä­si­den­ten für For­schung und Inno­va­ti­on, Deka­nin­nen und Deka­ne, Rek­to­rin­nen und Rek­to­ren sowie Pro­vosts, Lei­te­rin­nen und Lei­ter des Tech­no­lo­gie­trans­fers, Ver­ant­wort­li­che für Inno­va­ti­on in Unter­neh­men, Inno­va­ti­ons­ver­ant­wort­li­che in Regie­run­gen, regio­na­le Ent­wick­lungs­agen­tu­ren und För­de­rer. Die Zusam­men­set­zung ergibt sich aus der oben beschrie­be­nen For­schung. Wenn Inno­va­ti­on von der Inter­ak­ti­on zwi­schen den Sek­to­ren abhängt, pro­fi­tie­ren die Men­schen, die die­se Sek­to­ren lei­ten, davon, Sei­te an Sei­te zu ler­nen und zu hören, wie die­sel­be Part­ner­schaft von der ande­ren Sei­te des Tisches aus aus­sieht.

Die ers­te Kohor­te und was danach folgt

Der Jahr­gang 2027 ist der ers­te. TUM Inter­na­tio­nal wird wäh­rend und nach dem Pro­gramm Feed­back von Teil­neh­men­den und Mit­wir­ken­den ein­ho­len und es nut­zen, um spä­te­re Aus­ga­ben zu gestal­ten. Die Alum­ni-Nach­be­treu­ung ist Teil des For­mats, sodass die in Mün­chen ent­wor­fe­nen Road­maps erneut auf­ge­grif­fen wer­den kön­nen, sobald die Teil­neh­men­den wie­der an ihren Schreib­ti­schen sind.

Ob die­se Road­maps etwas ver­än­dern, wird zu Hau­se ent­schie­den, in den Insti­tu­tio­nen, in denen die Teil­neh­men­den arbei­ten. Was drei Tage in Mün­chen bie­ten kön­nen, ist ein genau­er Ein­blick in die tat­säch­li­che Funk­ti­ons­wei­se eines Öko­sys­tems, Gesprä­che mit den­je­ni­gen, die es auf­ge­baut haben, und eine Grup­pe von Gleich­ge­sinn­ten, die an dem­sel­ben Pro­blem arbei­ten, und zwar an ganz unter­schied­li­chen Orten.

IGNITE 2027 fin­det vom 15. bis 17. März 2027 in Mün­chen statt. Pro­gramm­de­tails, Mit­wir­ken­de und Anmel­dung: https://tum-international.com/en/contact/

Refe­ren­zen

Clark, B. R. (1998). Crea­ting Entre­pre­neu­ri­al Uni­ver­si­ties: Orga­niza­tio­nal Pathways of Trans­for­ma­ti­on. Oxford: Per­ga­mon for the Inter­na­tio­nal Asso­cia­ti­on of Uni­ver­si­ties.

Etz­ko­witz, H., & Ley­des­dorff, L. (2000). The dyna­mics of inno­va­ti­on: From Natio­nal Sys­tems and “Mode 2” to a Tri­ple Helix of uni­ver­si­ty-indus­try-govern­ment rela­ti­ons. Rese­arch Poli­cy, 29(2), 109–123.

Gran­strand, O., & Hol­gers­son, M. (2020). Inno­va­ti­on eco­sys­tems: A con­cep­tu­al review and a new defi­ni­ti­on. Tech­no­va­ti­on, 90/91, 102098.