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Golfstaat Qatar orientiert sich am German Engineering: Der Golfstaat Katar möchte die Kompetenz der Technischen Universität München (TUM) nutzen, um eine internationale Universität mit deutschen Spitzenstandards aufzubauen. Das Vorhaben einer „German University Qatar“ kündigte der Emir, Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani, nach einem Gespräch mit Präsident Prof. Herrmann auf dem Qatar-Germany Business and Investment Forum am 7. September 2018 in Berlin an.

Das Projekt wird mit der German Education Qatar unter Koordination durch die TUM International GmbH realisiert. Es steht im Zeichen eines weitreichenden Ausbaus der bilateralen Beziehungen, die den Golfstaat bereits jetzt vor allem wirtschaftlich mit Deutschland verbinden. Die neue Universität soll mit den Ingenieurwissenschaften, der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften starten und ist stufenweise auf einen Vollausbau nach dem Vorbild der TUM ausgelegt.
 
Der Vorsitzende der German Education Qatar, Mohammed Al Misned, bewertet das Vorhaben als „bedeutenden Meilenstein in der nachhaltigen Industrialisierung Katars. Mit der German University Qatar investieren wir in Talente und Unternehmergeist unserer Bevölkerung und nehmen uns dabei die 150-jährige Erfolgsgeschichte der Technischen Universität München zum Vorbild“. Präsident Prof. Herrmann begrüßt die Orientierung der neuen Universität an den internationalen Standards des deutschen Hochschulsystems, insbesondere des „German Engineering“.
 
Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 550 Professorinnen und Professoren, 41.000 Studierenden sowie 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, verknüpft mit den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit dem Campus TUM Asia in Singapur sowie Verbindungsbüros in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking, San Francisco und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands. www.tum.de